Dynamik
Dynamik bezeichnet im Finanzwesen die regelmäßige, zumeist jährliche Erhöhung von Einzahlungen oder Auszahlungen.
Die Dynamik wird dabei als Prozentsatz angegeben, um den die Ein- bzw. Auszahlungen pro Jahr steigen sollen.
Eine Dynamik kann einerseits für Sparvorhaben vereinbart werden, wie etwa für Sparpläne, oder auch bei Versicherungen, wie Renten- und Lebensversicherungen. Dabei steigen die Einzahlungen von Jahr zu Jahr. Motivation für die Vereinbarung einer Dynamik beim Sparen ist häufig, bei steigendem Einkommen auch die Sparraten entsprechend anzupassen, sodass sich der Vermögensaufbau beschleunigt.
Gleichzeitig können auch Kapitalentnahmen mit einer Dynamik versehen werden, etwa im Rahmen privater Rentenversicherungen oder eines Rentenentnahmeplans. Hierbei wird entsprechend von Jahr zu Jahr mehr ausgezahlt. In diesem Fall dient die Dynamik häufig dazu, über die Rentenbezugsdauer hinweg einen Ausgleich zur Inflation zu schaffen.
Zur Veranschaulichung das Beispiel einer sich dynamisch erhöhenden Sparrate: Geht man von einer anfänglichen monatlichen Sparrate von 100 Euro aus und vereinbart eine Dynamik von 5 Prozent, bedeutet dies, dass im ersten Jahr die anfänglichen 100 Euro pro Monat eingezahlt werden. Im zweiten Jahr erhöht sich die monatliche Sparrate um 5 Prozent auf 105 Euro. Für das dritte Jahr wird die Sparrate wiederum um 5 Prozent auf dann 110,25 Euro erhöht, und so fort.
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