Hedgefonds
Hedgefonds sind Investmentfonds, die versuchen, durch Einsatz bestimmter Anlagemittel und -strategien sowohl in steigenden als auch in fallenden Märkten möglichst hohen Gewinn zu erzielen.
Um dies zu erreichen, arbeiten Hedgefonds u.a. mit Fremdkapital und Leerverkäufen. Leerverkauf bezeichnet den Verkauf lediglich geliehener Finanzinstrumente (z.B. Aktien), gefolgt vom späteren Rückkauf und Rückgabe an den Eigentümer. Fällt der Aktienkurs zwischenzeitlich, erfolgt der Rückkauf günstiger als der Verkauf, der Hedgefonds macht Gewinn.
Der Einsatz von Fremdkapital hingegen erzeugt eine Hebelwirkung (Leverage-Effekt), wenn die Gesamtrendite der Investition (bestehend aus Fremd- und Eigenkapital) höher ist als der Zins, der für das Fremdkapital zu zahlen ist. Die Eigenkapitalrendite des Hedgefonds fällt dabei umso höher aus, je geringer der Eigenkapitalanteil ist.
Investments, die derart hohe Renditen in Aussicht stellen, sind jedoch entsprechend risikobehaftet (Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Rentabilität), die eingesetzten Methoden hochspekulativ, was Hedgefonds zu einer sehr riskanten Anlageform macht. Darüber hinaus können die Anlagestrategien einen deutlich negativen Einfluss auf den Markt entwickeln; so erzeugen Leerverkäufe in einen sinkenden Markt hinein ein künstliches Überangebot, was die Kurse weiter fallen lässt.
Hedgefonds richten sich in erster Linie an geschäftliche Anleger. In Deutschland sind Hedgefonds inzwischen als Alternative Investmentfonds reglementiert, um die Risiken zu begrenzen.
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