Sozialversicherung – die Werte für 2017
Nicht die Wähler ärgern: 2017 bleiben die Beitragssätze der meisten Sozialversicherungszweige konstant. Für Gutverdiener wird es trotzdem teurer, denn die Beitragsbemessungsgrenzen steigen weiter. Gesetzlich Krankenversicherte bleiben außerdem länger in der Versicherungspflicht.
Zur Sozialversicherung gehören verschiedene Versicherungszweige, die typische Lebensrisiken abdecken und damit ein soziales Netz für Versicherte bilden. Arbeitnehmer sind üblicherweise pflichtversichert. Die Beitragssätze der einzelnen Sozialversicherungszweige werden gesetzlich festgelegt und betragen einen Prozentsatz vom Bruttolohn.
Folgende Sozialversicherungsbeiträge gelten für 2017:
Der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung steigt von zuletzt 2,35 auf 2,55 Prozent. Der Zuschlag für kinderlose Arbeitnehmer über 23 Jahren in Höhe von 0,25 Prozent bleibt hingegen konstant. In der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt es 2017 beim Beitragssatz von 14,6 Prozent. Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen sollen ebenfalls nicht steigen und wie 2016 bei durchschnittlich 1,1 Prozent liegen. Vom Vorjahr übernommen werden außerdem der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung mit 18,70 Prozent, und der Beitragssatz der Arbeitslosenversicherung, der sich 2017 wie im Vorjahr auf 3,00 Prozent beläuft.
Die Beiträge der Sozialversicherungszweige werden jeweils zur Häfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Mit ein paar Ausnahmen: Den Zusatzbeitrag der Krankenkassen (den die Krankenkassen selbst festlegen können) tragen die Arbeitnehmer allein. In Sachsen zahlt der Arbeitnehmer außerdem bei der Pflegeversicherung einen Prozentpunkt mehr als der Arbeitgeber. 2017 macht das einen Arbeitnehmeranteil von 1,775 Prozent und einem Arbeitgeberanteil von 0,775 Prozent.
Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung 2017
Die Beitragsbemessungsgrenzen bezeichnen das beitragspflichtige Bruttoeinkommen, bis zu dem Beiträge zur jeweiligen Sozialversicherung erhoben werden; darüber hinaus gehendes Einkommen ist beitragsfrei.
Die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung steigt um 2,65 Prozent von 4.237,50 Euro (2016) auf 4.350,00 Euro pro Monat (2017). Aufs Jahr bezogen beläuft sich der Anstieg von 50.850,00 Euro (2016) auf 52.200,00 Euro (2017). Die Beitragsbemessungsgrenze der Kranken- und Rentenversicherung gilt bundeseinheitlich.
Im Gegensatz dazu unterscheidet sich die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung nach Alten und Neuen Bundesländern: In den Alten Bundesländern steigt die Beitragsbemessungsgrenze der Renten- und Arbeitslosenversicherung um 2,42 Prozent von 6.200,00 Euro (2016) auf 6.350,00 Euro pro Monat (2017). Das ist aufs Jahr umgerechnet ein Anstieg von 74.400,00 Euro (2016) auf 76.200,00 (2017). In den Neuen Bundesländern steigt die entsprechende Beitragsbemessungsgrenze noch deutlich stärker, um 5,56 Prozent von 5.400,00 Euro (2016) auf 5.700,00 Euro pro Monat (2017). Bezogen aufs Jahr ist das ein Anstieg von 64.800,00 Euro (2016) auf 68.400,00 (2017).
Versicherungspflichtgrenze der Sozialversicherung
In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es zusätzlich die Versicherungspflichtgrenze bzw. Jahresarbeitsentgeltgrenze. Sie bezeichnet das beitragspflichtige Bruttoeinkommen, bis zu dem ein Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist; bei höherem Einkommen kann er sich privat versichern. Die Versicherungspflichtgrenze wird bundesweit um 2,4 Prozent von 4.687,50 Euro (2016) auf 4.800,00 Euro pro Monat (2017) angehoben. Bezogen aufs Jahresbrutto macht das einen Anstieg von 56.250,00 Euro (2016) auf 57.600,00 Euro (2017).
Für Personen, die bereits zum 31. Dezember 2002 privat versichert waren, gilt eine gesonderte, niedrigere Versicherungspflichtgrenze. Sie entspricht der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung (s.o.).
Prüfen Sie mit dem Lohn- und Gehaltsrechner, was Sie konkret an Sozialabgaben erwartet. Auch die Lohnsteuer sowie der Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer werden direkt mit berechnet.
Lesen Sie weiter: Darlehensgebühren auch bei Bausparverträgen unzulässig
Lohn- und GehaltsrechnerWieviel Netto bleibt vom Brutto? Der aktuelle Gehaltsrechner 2026 ermittelt, was von Ihrem Lohn oder Gehalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben als Nettolohn übrig bleibt. |
Einkommensteuer im JahresvergleichDer Rechner ermittelt die Steuerbelastung durch die deutsche Einkommensteuer im Jahresvergleich, wahlweise mit Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sowie optionaler Einkommensteigerung. |
Aktuelles rund um Geld und Finanzen
Neuerungen 2021: Was ändert sich?
Corona: Mehrwertsteuer gesenkt, Kindergeld erhöht
30. Oktober 2019 ist Weltspartag
PSD2: Mehr Sicherheit beim Online-Banking
PSD2: Bequemer online zahlen per Drittanbieter
Neue EU-Richtlinie – Das Ende der iTAN
Midijob: Erweiterte Gleitzone ab Juli 2019
Steuererklärung abgeben: Frist um 2 Monate verlängert
"Ihr Konto wurde gesperrt" – Achtung, Phishing-Mails!
Inflationsrate 2018 – leicht gestiegen, im Dezember geschwächelt
Familie 2019: Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen
Einkommensteuer 2019: Grundfreibetrag steigt, Tarifstufen werden angehoben
Sozialversicherung – die Werte für 2019
Neue 100- und 200-Euro-Scheine – der 500er hat ausgedient
BGH: Wann Mieter ums Renovieren herum kommen
Rundfunkbeitrag bleibt, Zweitwohnung künftig beitragsfrei
Bewertungsreserven der Lebensversicherung: Versicherer dürfen Kunden die Auszahlung kürzen
Mai 2018: Inflationsrate voraussichtlich bei 2,2 Prozent
Steuererklärung 2017 – bis 31. Mai abgeben
Urteil des Bundesverfassungsgerichts – Grundsteuer ist verfassungswidrig
Gesetzliche Krankenversicherung – Beiträge ab 2019 wieder hälftig aufgeteilt
Automatisches Notrufsystem eCall – ab Ende März in neuen Autos
Keine Gebühren mehr bei bargeldlosem Zahlen
Inflationsrate 2017 – Höchststand seit fünf Jahren
MiFID II – mehr Sicherheit bei Wertpapiergeschäften ab 2018
Überblick: Was ändert sich 2018?
Besteuerung von Investmentfonds – was sich ab 2018 ändert
Investmentfonds-Steuerreform 2018 – was Anleger beachten sollten
2018 – Aus für den 500-Euro-Schein
2018 – Rentenangleichung Ost-West geht in die Schlussphase
Sozialversicherung – die Werte für 2018
Einkommensteuer 2018 – Grundfreibetrag steigt, Kalte Progression wird bekämpft
Familie 2018 – Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen
BGH-Urteil zum Pfändungsschutz von Riester-Renten bei Privatinsolvenz
EU: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping
Höhere Bußgelder für Verkehrsverstöße
Rettungsgasse bilden – wie, wann und wo?
Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 – Statistisches Bundesamt ruft zum Mitmachen auf
Abzocke am Telefon: Der "Ja"-Trick
Instant Payments – neue EU-Echtzeitüberweisung in den Startlöchern
BGH erklärt Bearbeitungsgebühren bei Unternehmerkrediten für unzulässig
1. Juli 2017: Basiszins weiter bei -0,88 Prozent
Keine Roaminggebühren mehr in der EU – von diversen Ausnahmen abgesehen
Italien verzichtet auf 1- und 2-Cent-Münzen
BGH-Urteil: Preisvergleichsportale dürfen Provisionen nicht verheimlichen
Neue 50-Euro-Scheine im Umlauf
Schwarzarbeit macht Werkverträge unwirksam – auch nachträglich
BGH-Entscheidung: Bausparkassen dürfen alte Bausparverträge kündigen
Höhere Umzugskostenpauschale ab Februar 2017
Inflationsrate 2016: Tendenz steigend
Überblick: Was ändert sich 2017?
Steuererklärung – Neuregelungen ab 2017
2017 bringt höheren Mindestlohn
Sozialleistungen 2017: Kinderzuschlag und Regelsätze der Grundsicherung steigen
Steuer 2017: Grundfreibetrag, Kindergeld und mehr
Sozialversicherung – die Werte für 2017
Darlehensgebühren auch bei Bausparverträgen unzulässig
Oktober 2016: Neue Regeln für Verbraucher-AGB
Grund- und Gewerbesteuer 2015: Gemeinden verzeichnen Rekordeinnahmen
Noch über 12 Milliarden D-Mark in Umlauf
Alte Elektrogeräte kostenlos zurückgeben – einfachere Entsorgung von Elektroschrott
Mehr Kinderzuschlag ab Juli 2016
1. Juli 2016: Basiszins sinkt auf -0,88 Prozent
Rekordverdächtige Rentenerhöhung zum 1. Juli 2016
Recht auf Basiskonto für alle Bürger
Negativzinsen auf Sparkonten – was ist dran?
Bausparkassen kündigen Altverträge: Die aktuelle rechtliche Lage, und was Kunden tun können
Haushaltsgeräte: Häufig höherer Stromverbrauch als angegeben
Niedrigere Roaminggebühren ab 30. April 2016
Europäische Zentralbank: Leitzins sinkt auf 0,00 Prozent
Entscheidung: Gemischt genutzte Arbeitszimmer steuerlich doch nicht absetzbar
Sozialleistungen 2016: Hartz 4, Wohngeld und Kinderzuschlag steigen
Inflationsrate 2015 bei nur 0,3 Prozent
IBAN – seit Februar 2016 auch für Privatpersonen verpflichtend
KfW: Förderkredite für Effizienzhäuser verdoppelt
Post erhöht das Briefporto zum 01.01.2016
Sozialversicherung – die Werte für 2016
Gesetzesänderung beim Bausparen
Mehr Verbraucherschutz bei Dispozinsen und Immobilienkrediten
So bleibt 2015 und 2016 mehr vom Einkommen: Steuerfreibeträge und Kindergeld steigen
Mietpreisbremse: Neues Gesetz ab 1. Juni 2015 in Kraft
Roaminggebühren entfallen EU-weit ab 2017
Neuregelung zur Maklerprovision: Was Mieter künftig zahlen müssen – und was nicht
Unzulässige Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten
Neue Regeln bei Online-Shopping und Katalogbestellungen
Am 30. Oktober ist Weltspartag
Ab sofort billig tanken - Zentrale Meldestelle für Spritpreise geht an den Start
Telefonwarteschleifen ab 1. September 2012 kostenlos – teilweise
Spritpreise auf Schwindel erregender Höhe
Preisniveau in Deutschland vergleichsweise günstig
Ab Juli 2012 sind Alkoholtester Pflicht auf Frankreichs Straßen
Gebührenreform bei der GEZ: 2013 kommt der neue Rundfunkbeitrag
Gebührenreform bei der GEZ: Was der neue Rundfunkbeitrag für die Verbraucher bedeutet
Inflationsrate für 2011 bei 2,3 Prozent, im Mai 2012 wieder unter 2 Prozent gefallen
Handygespräche aus dem EU-Ausland werden günstiger
Umweltzonen werden weiter verschärft – Fahrverbot für gelbe Umweltplaketten
BIP 2010 wächst um 3,6 Prozent
Tagesgeld vom Bund mit der neuen Tagesanleihe
Börsencrash im Januar 2008 – Sicherheit mit Tagesgeld und Festgeld
Robustes Wirtschaftswachstum 2007
Wieder mehr Optimismus in Deutschland
Weniger Geld für Weihnachtsgeschenke

