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Geld & Finanzen

So bleibt 2015 und 2016 mehr vom Einkommen: Steuerfreibeträge und Kindergeld steigen

Dieses Jahr gibt es mehr Geld (zurück). Kurz vor der Sommerpause hat die Bundesregierung mehrere Steuerfreibeträge und das Kindergeld erhöht – rückwirkend für 2015 und im Voraus für 2016.


Dabei steigt der jährliche Grundfreibetrag der Einkommensteuer von zuletzt 8.354 Euro rückwirkend ab Januar 2015 auf 8.472 Euro und für 2016 weiter auf 8.652 Euro. Der Grundfreibetrag markiert die Grenze, oberhalb derer erst Einkommensteuer berechnet wird. Selbständige können dadurch mehr Steuern zurückfordern. Für Arbeitnehmer soll die Erhöhung im Dezember 2015 rückwirkend fürs ganze Jahr direkt bei der Lohnsteuer angerechnet werden.

Zum 1. Januar 2016 werden außerdem die Einkommensteuer-Tarifstufen alle ein Stück angehoben. Steigt das Einkommen, rutscht man dann nicht mehr ganz so schnell in die nächstteure Tarifstufe, und es bleibt mehr vom Einkommen. Dies soll die Steuerzahler 2016 laut Bundesregierung immerhin um 1,5 Milliarden Euro entlasten. Der Schritt ist auch dringend nötig, um der allgemeinen Teuerung Rechnung zu tragen und damit verdeckten Steuererhöhungen entgegen zu wirken.

Mehr Freibeträge für Eltern

Weitere Steuerentlastungen erhalten Eltern: Auch der jährliche Kinderfreibetrag steigt, von zuletzt 7.008 Euro rückwirkend für 2015 auf 7.152 Euro, und ab 2016 weiter auf 7.248 Euro. Der Kinderfreibetrag wird automatisch berücksichtigt, wenn Eltern ihre Steuererklärung abgeben. Das Finanzamt prüft, ob der Kinderfreibetrag über das bereits bezogene Kindergeld hinaus noch eine weitere Steuerentlastung bringt; in dem Fall wird der Differenzbetrag erstattet.

Auch das Kindergeld selbst wird angehoben: Zunächst rückwirkend für 2015 auf monatlich 188 Euro für das erste und zweite Kind, bzw. 194 Euro für das dritte und 219 Euro für jedes weitere Kind. 2016 folgt eine weitere Erhöhung auf monatlich 190 Euro, 196 Euro bzw. 221 Euro. Insgesamt bedeutet das 6 Euro mehr pro Nase und Monat, was bei drei Kindern aufs Jahr immerhin ein steuerfreies Plus von 216 Euro ausmacht. Das Kindergeld soll in der neuen Höhe ab September 2015 ausgezahlt werden. Die Nachzahlung für die zurückliegenden Monate wird ab Oktober 2015 erwartet. Ein gesonderter Antrag ist dafür nicht erforderlich.

Darüber hinaus steigt der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende: Von 1.308 Euro rückwirkend für 2015 auf 1.608 Euro, und ab 2016 auf 1.908 Euro. Der Entlastungsbetrag erhöht sich zudem künftig ab dem zweiten Kind um weitere 240 Euro pro Kind. Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern hat dann 2016 einen zusätzlichen Freibetrag von 2.388 Euro zur Verfügung. Dieser Schritt war längst überfällig, da der Entlastungsbetrag seit seiner Einführung 2004 bislang noch kein einziges Mal erhöht worden war. Er wird in Steuerklasse II automatisch berücksichtigt – allerdings nur der Grundbetrag. Die zusätzlichen Freibeträge für weitere Kinder können alleinerziehende Eltern künftig bei der Steuererklärung geltend machen.

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Lesen Sie weiter: Mietpreisbremse: Neues Gesetz ab 1. Juni 2015 in Kraft


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Der Rechner ermittelt die persönliche Steuerbelastung durch die deutsche Einkommensteuer sowie Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

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ÜBERSICHT

Aktuelles rund um Geld und Finanzen

Mai 2018: Inflationsrate voraussichtlich bei 2,2 Prozent

Steuererklärung 2017 – bis 31. Mai abgeben

Urteil des Bundesverfassungsgerichts – Grundsteuer ist verfassungswidrig

Gesetzliche Krankenversicherung – Beiträge ab 2019 wieder hälftig aufgeteilt

16. März – Tag der Aktie

Automatisches Notrufsystem eCall – ab Ende März in neuen Autos

Keine Gebühren mehr bei bargeldlosem Zahlen

Inflationsrate 2017 – Höchststand seit fünf Jahren

MiFID II – mehr Sicherheit bei Wertpapiergeschäften ab 2018

Überblick: Was ändert sich 2018?

Besteuerung von Investmentfonds – was sich ab 2018 ändert

Investmentfonds-Steuerreform 2018 – was Anleger beachten sollten

2018 – Aus für den 500-Euro-Schein

2018 – Rentenangleichung Ost-West geht in die Schlussphase

Sozialversicherung – die Werte für 2018

Einkommensteuer 2018 – Grundfreibetrag steigt, Kalte Progression wird bekämpft

Familie 2018 – Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen

Betriebsrentenreform 2018

BGH-Urteil zum Pfändungsschutz von Riester-Renten bei Privatinsolvenz

EU: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping

Höhere Bußgelder für Verkehrsverstöße

Rettungsgasse bilden – wie, wann und wo?

Weltspartag 2017

Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 – Statistisches Bundesamt ruft zum Mitmachen auf

Abzocke am Telefon: Der "Ja"-Trick

Instant Payments – neue EU-Echtzeitüberweisung in den Startlöchern

BGH erklärt Bearbeitungsgebühren bei Unternehmerkrediten für unzulässig

1. Juli 2017: Basiszins weiter bei -0,88 Prozent

Keine Roaminggebühren mehr in der EU – von diversen Ausnahmen abgesehen

Italien verzichtet auf 1- und 2-Cent-Münzen

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Neue 50-Euro-Scheine im Umlauf

Schwarzarbeit macht Werkverträge unwirksam – auch nachträglich

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Höhere Umzugskostenpauschale ab Februar 2017

Inflationsrate 2016: Tendenz steigend

Überblick: Was ändert sich 2017?

Steuererklärung – Neuregelungen ab 2017

2017 bringt höheren Mindestlohn

Sozialleistungen 2017: Kinderzuschlag und Regelsätze der Grundsicherung steigen

Steuer 2017: Grundfreibetrag, Kindergeld und mehr

Sozialversicherung – die Werte für 2017

Darlehensgebühren auch bei Bausparverträgen unzulässig

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Oktober 2016: Neue Regeln für Verbraucher-AGB

Kontowechsel wird einfacher

Grund- und Gewerbesteuer 2015: Gemeinden verzeichnen Rekordeinnahmen

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Mehr BAföG ab 1. August 2016

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Mehr Kinderzuschlag ab Juli 2016

1. Juli 2016: Basiszins sinkt auf -0,88 Prozent

Rekordverdächtige Rentenerhöhung zum 1. Juli 2016

Recht auf Basiskonto für alle Bürger

Negativzinsen auf Sparkonten – was ist dran?

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Sozialversicherung – die Werte für 2016

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So bleibt 2015 und 2016 mehr vom Einkommen: Steuerfreibeträge und Kindergeld steigen

Mietpreisbremse: Neues Gesetz ab 1. Juni 2015 in Kraft

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