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Geld & Finanzen

Investmentfonds-Steuerreform 2018 – was Anleger beachten sollten

Ab 2018 gelten neue Regelungen für die Besteuerung von Investmentfonds. Hier erfahren Sie, wie sich die Steuerreform auf verschiedene Arten von Investmentfonds auswirkt, inwiefern das jetzt einfacher ist als vorher, und worauf Sie tunlichst noch achten sollten.


Wie die neue Besteuerung von Investmentfonds ab 2018 funktioniert, mit Körperschaftssteuer, Teilfreistellungen und Vorabpauschale, erfahren Sie im ersten Teil: Besteuerung von Investmentfonds – was sich ab 2018 ändert. Die Kurzfassung: Infolge der Investmentfonds-Steuerreform müssen Aktien-, Misch- und Immobilienfonds ab 2018 auf ihre Erträge Körperschaftssteuer abführen. Anleger erhalten im Gegenzug Teilfreistellungen. Außerdem werden thesaurierende Fonds ab 2018 über eine Vorabpauschale besteuert.

Aber nicht nur die, denn das funktioniert für alle Fonds, und auch in Kombination. Beispiel: Bei einem thesaurierenden Aktienfonds erfolgt die Besteuerung für den Anleger grundsätzlich über die Vorabpauschale. Hinzu kommt aber noch die Teilfreistellung (30 Prozent für Privatanleger), sodass effektiv nur 70 Prozent der Vorabpauschale zu versteuern sind.

Was ist mit teilausschüttenden Fonds?

Genau das gleiche. Bei teilausschüttenden Fonds wird ein Teil der Erträge an die Anleger ausgeschüttet, und der Rest direkt wieder angelegt (thesauriert). Dabei werden ausgeschüttete Erträge direkt versteuert; ab 2018 hier ggf. mit Teilfreistellung, z.B. wenn es sich um Dividenden handelt. Zusätzlich wird infolge der Investmentfonds-Steuerreform nach Jahresende die Vorabpauschale bestimmt und könnte nun versteuert werden. Allerdings soll natürlich Doppelbesteuerung vermieden werden. Deshalb werden die übers Jahr ausgeschütteten Erträge von der Vorabpauschale abgezogen. Nur der Rest wird versteuert. Dabei gibt es (z.B. bei erwähnten Aktienfonds) dann ggf. ebenfalls noch die Teilfreistellung.

Falls die übers Jahr ausgeschütteten Erträge die Vorabpauschale übersteigen, bleibt es einfach bei den schon versteuerten Ausschüttungen, die Vorabpauschale wird dann nicht versteuert.

Und bei rein ausschüttenden Fonds?

Auch hier funktioniert die neue Form der Investmentfonds-Besteuerung: Ausschüttungen werden direkt versteuert. Die Vorabpauschale wird berechnet, die (bereits versteuerten) Ausschüttungen abgezogen, und der Rest versteuert. Sind die Ausschüttungen höher als die Vorabpauschale, bleibt es bei der bereits versteuerten Ausschüttung.

Wie funktioniert die Besteuerung beim Verkauf von Fondsanteilen?

Beim Verkauf von Fondsanteilen werden künftig alle bereits versteuerten Vorabpauschalen aus der Haltezeit auf den Verkaufsgewinn angerechnet. Wiederum, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Auch das muss übrigens die depotführende Bank übernehmen. Gleichzeitig werden durch diese Handhabung die steuerlichen Unterschiede zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Investmentfonds abgebaut; ebenfalls eine Neuerung der Investmentfonds-Steuerreform 2018.

Und... wo ist das jetzt bitte einfacher als vorher?

Sie müssen das nur aus der richtigen Perspektive sehen: Für das Finanzamt wird es ab 2018 eindeutig viel einfacher, an die Steuern zu kommen. Und wenn es nicht mehr so vielen Fällen von Steuerhinterziehung nachgehen muss, wird´s noch einfacher.

Scherz beiseite: Die Vereinfachung besteht darin, dass es ab 2018 ein zwar nicht ganz unkompliziertes, aber immerhin einheitliches Besteuerungsverfahren für alle Investmentfonds gibt. Privatanleger, die in thesaurierende Auslandsfonds investieren (worunter viele Indexfonds fallen), müssen ihre jährlichen Erträge nicht mehr einzeln per Hand bei der Steuererklärung deklarieren (siehe erster Teil). Anlegern, die sich aus genau diesem Grund bisher nicht an entsprechende Investmentfonds gewagt haben, stehen diese nun offen.

Für alle übrigen Anleger, deren Besteuerung bisher auch schon von der Depotbank erledigt wurde, wird es zumindest nicht komplizierter.

Zahlt man nun mehr oder weniger Steuern?

Angeblich soll die Investmentfonds-Steuerreform 2018 keine Steuererhöhung mit sich bringen, d.h., die Kombination aus Körperschaftssteuer, Vorabpauschale und Teilfreistellungen soll den Anleger nicht teurer kommen als die vorherige Besteuerung.

Das trifft allerdings zumindest nicht auf Anleger zu, die in einen Fonds investieren, der neuerdings von Körperschaftssteuer betroffen ist (also z.B. einen einfachen Aktienfonds), und die mit ihren Erträgen unter dem Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro bleiben: Sie bekommen nämlich durch die neue Körperschaftssteuer schlicht weniger Erträge, ohne aber etwas von der Teilfreistellung zu haben, da sie ihre Erträge ohnehin nicht versteuern müssen.

Das dicke Ende: Bestandsschutz für vor 2009 gekaufte Fondsanteile entfällt

Verkaufsgewinne aus Fondsanteilen, die vor 2009 gekauft worden waren, waren bislang steuerfrei. Dies entsprach der Regelung vor 2009, die als Bestandsschutz bislang so weiter galt. Dieser Bestandsschutz entfällt mit der Investmentfonds-Steuerreform ab 2018. Realisierte Gewinne aus dem Verkauf entsprechender Fondsanteile sind damit ab 2018 voll steuerpflichtig.

Immerhin: Pro Person gewährt das Finanzamt für diesen Zweck einen zusätzlichen Freibetrag von 100.000 Euro. Das heißt, Gewinne aus dem Verkauf entsprechender Fondsanteile bis 100.000 Euro pro Person bleiben steuerfrei. Anleger, die dies betrifft, können den Freibetrag im Rahmen der Steuererklärung geltend machen. Anders als die Besteuerung von Investmentfonds (die ab 2018 ja automatisch vorgenommen wird) wird der Freibetrag nämlich nicht automatisch verrechnet.

Lesen Sie weiter: 2018 – Aus für den 500-Euro-Schein


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ÜBERSICHT

Aktuelles rund um Geld und Finanzen

Mai 2018: Inflationsrate voraussichtlich bei 2,2 Prozent

Steuererklärung 2017 – bis 31. Mai abgeben

Urteil des Bundesverfassungsgerichts – Grundsteuer ist verfassungswidrig

Gesetzliche Krankenversicherung – Beiträge ab 2019 wieder hälftig aufgeteilt

16. März – Tag der Aktie

Automatisches Notrufsystem eCall – ab Ende März in neuen Autos

Keine Gebühren mehr bei bargeldlosem Zahlen

Inflationsrate 2017 – Höchststand seit fünf Jahren

MiFID II – mehr Sicherheit bei Wertpapiergeschäften ab 2018

Überblick: Was ändert sich 2018?

Besteuerung von Investmentfonds – was sich ab 2018 ändert

Investmentfonds-Steuerreform 2018 – was Anleger beachten sollten

2018 – Aus für den 500-Euro-Schein

2018 – Rentenangleichung Ost-West geht in die Schlussphase

Sozialversicherung – die Werte für 2018

Einkommensteuer 2018 – Grundfreibetrag steigt, Kalte Progression wird bekämpft

Familie 2018 – Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen

Betriebsrentenreform 2018

BGH-Urteil zum Pfändungsschutz von Riester-Renten bei Privatinsolvenz

EU: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping

Höhere Bußgelder für Verkehrsverstöße

Rettungsgasse bilden – wie, wann und wo?

Weltspartag 2017

Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 – Statistisches Bundesamt ruft zum Mitmachen auf

Abzocke am Telefon: Der "Ja"-Trick

Instant Payments – neue EU-Echtzeitüberweisung in den Startlöchern

BGH erklärt Bearbeitungsgebühren bei Unternehmerkrediten für unzulässig

1. Juli 2017: Basiszins weiter bei -0,88 Prozent

Keine Roaminggebühren mehr in der EU – von diversen Ausnahmen abgesehen

Italien verzichtet auf 1- und 2-Cent-Münzen

BGH-Urteil: Preisvergleichsportale dürfen Provisionen nicht verheimlichen

Neue 50-Euro-Scheine im Umlauf

Schwarzarbeit macht Werkverträge unwirksam – auch nachträglich

BGH-Entscheidung: Bausparkassen dürfen alte Bausparverträge kündigen

Höhere Umzugskostenpauschale ab Februar 2017

Inflationsrate 2016: Tendenz steigend

Überblick: Was ändert sich 2017?

Steuererklärung – Neuregelungen ab 2017

2017 bringt höheren Mindestlohn

Sozialleistungen 2017: Kinderzuschlag und Regelsätze der Grundsicherung steigen

Steuer 2017: Grundfreibetrag, Kindergeld und mehr

Sozialversicherung – die Werte für 2017

Darlehensgebühren auch bei Bausparverträgen unzulässig

Heute ist Weltspartag!

Oktober 2016: Neue Regeln für Verbraucher-AGB

Kontowechsel wird einfacher

Grund- und Gewerbesteuer 2015: Gemeinden verzeichnen Rekordeinnahmen

Noch über 12 Milliarden D-Mark in Umlauf

Mehr BAföG ab 1. August 2016

Alte Elektrogeräte kostenlos zurückgeben – einfachere Entsorgung von Elektroschrott

Mehr Kinderzuschlag ab Juli 2016

1. Juli 2016: Basiszins sinkt auf -0,88 Prozent

Rekordverdächtige Rentenerhöhung zum 1. Juli 2016

Recht auf Basiskonto für alle Bürger

Negativzinsen auf Sparkonten – was ist dran?

Bausparkassen kündigen Altverträge: Die aktuelle rechtliche Lage, und was Kunden tun können

Haushaltsgeräte: Häufig höherer Stromverbrauch als angegeben

Niedrigere Roaminggebühren ab 30. April 2016

Europäische Zentralbank: Leitzins sinkt auf 0,00 Prozent

Entscheidung: Gemischt genutzte Arbeitszimmer steuerlich doch nicht absetzbar

Sozialleistungen 2016: Hartz 4, Wohngeld und Kinderzuschlag steigen

Inflationsrate 2015 bei nur 0,3 Prozent

IBAN – seit Februar 2016 auch für Privatpersonen verpflichtend

KfW: Förderkredite für Effizienzhäuser verdoppelt

Post erhöht das Briefporto zum 01.01.2016

Sozialversicherung – die Werte für 2016

Gesetzesänderung beim Bausparen

Mehr Verbraucherschutz bei Dispozinsen und Immobilienkrediten

So bleibt 2015 und 2016 mehr vom Einkommen: Steuerfreibeträge und Kindergeld steigen

Mietpreisbremse: Neues Gesetz ab 1. Juni 2015 in Kraft

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Neuregelung zur Maklerprovision: Was Mieter künftig zahlen müssen – und was nicht

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Neue Regeln bei Online-Shopping und Katalogbestellungen

Am 30. Oktober ist Weltspartag

Ab sofort billig tanken - Zentrale Meldestelle für Spritpreise geht an den Start

Telefonwarteschleifen ab 1. September 2012 kostenlos – teilweise

Spritpreise auf Schwindel erregender Höhe

Preisniveau in Deutschland vergleichsweise günstig

Ab Juli 2012 sind Alkoholtester Pflicht auf Frankreichs Straßen

Gebührenreform bei der GEZ: 2013 kommt der neue Rundfunkbeitrag

Gebührenreform bei der GEZ: Was der neue Rundfunkbeitrag für die Verbraucher bedeutet

Inflationsrate für 2011 bei 2,3 Prozent, im Mai 2012 wieder unter 2 Prozent gefallen

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Tagesgeld vom Bund mit der neuen Tagesanleihe

Börsencrash im Januar 2008 – Sicherheit mit Tagesgeld und Festgeld

Robustes Wirtschaftswachstum 2007

Auf die hohe Kante legen

Weltweiter Börsenrutsch?

Wieder mehr Optimismus in Deutschland

Weniger Geld für Weihnachtsgeschenke

Kapital verdoppeln – so geht's

Mit Zinseszins zum Millionär

Deutsche sparen wieder mehr Geld