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Geld & Finanzen

Gesetzesänderung beim Bausparen

Die Bundesregierung hat im September 2015 eine Gesetzesänderung für Bausparkassen beschlossen, um diese angesichts der aktuellen Niedrigzinsen zu entlasten. Laufende Verträge sollen dadurch nicht gefährdet werden.


Das aktuelle Zinstief macht auch den Bausparkassen zu schaffen. Millionen älterer Verträge garantieren Kunden noch vergleichsweise hohe Guthabenzinsen, die die Bausparkassen derzeit aber kaum refinanzieren können. Die Lage verschärft sich, weil die Zahl der Neuabschlüsse sinkt – die derzeit mageren Sparplanzinsen halten Kunden davor ab, ihr Geld allzu langfristig anzulegen.

Deshalb hat die Bundesregierung eine Neuregelung im Bausparkassengesetz beschlossen, die den Bausparkassen mehr Handlungsspielraum geben soll, ohne die Bausparer zu beeinträchtigen.

Welche Neuregelungen gibt es?

Dies betrifft Kunden direkt: Bausparkassen dürfen ihren Geschäftsbereich künftig erweitern und auch direkt Baudarlehen in Form von reinen Hypothekendarlehen vergeben – also auch ohne vorherigen Sparplan.

Daneben erhalten die Bausparkassen im Rahmen der Gesetzesänderung weitere Möglichkeiten zur Refinanzierung. Sie können flexibler auf bereits vorhandene Fondsreserven zurückgreifen, um ihre durch die Niedrigzinslage bedingten Verluste abzufangen. Zudem können die Bausparkassen künftig Pfandbriefe ausgeben, um sich darüber Kapital zu beschaffen. Pfandbriefe sind verzinsliche Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden, aber ähnlich wie Bundesanleihen als sehr sicher gelten – eine Form der Refinanzierung bei Kreditinstituten.

Die Neuregelungen im Bausparkassengesetz sind im Dezember 2015 in Kraft getreten.

Altverträge sind nicht betroffen

Das Kündigungsrecht für bestehende Bausparverträge ist von der Gesetzesänderung hingegen nicht betroffen. Die Bausparkassen erhalten demnach keine zusätzlichen Möglichkeiten, bestehende Altverträge mit lukrativen Guthabenzinsen zu kündigen. Bereits-Bausparer können also aufatmen.

Bausparkassen können aber natürlich versuchen, Kunden mit lukrativen Altverträgen verstärkt zum Wechsel in neue Verträge zu motivieren. Da diese sehr wahrscheinlich schlechter verzinst sein werden, empfiehlt es sich hier unbedingt, entsprechende Angebote und alle Optionen vorher gründlich zu prüfen.

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Lesen Sie weiter: Mehr Verbraucherschutz bei Dispozinsen und Immobilienkrediten


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ÜBERSICHT

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2018 – Aus für den 500-Euro-Schein

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Sozialversicherung – die Werte für 2018

Einkommensteuer 2018 – Grundfreibetrag steigt, Kalte Progression wird bekämpft

Familie 2018 – Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen

Betriebsrentenreform 2018

BGH-Urteil zum Pfändungsschutz von Riester-Renten bei Privatinsolvenz

EU: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping

Höhere Bußgelder für Verkehrsverstöße

Rettungsgasse bilden – wie, wann und wo?

Weltspartag 2017

Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 – Statistisches Bundesamt ruft zum Mitmachen auf

Abzocke am Telefon: Der "Ja"-Trick

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Italien verzichtet auf 1- und 2-Cent-Münzen

BGH-Urteil: Preisvergleichsportale dürfen Provisionen nicht verheimlichen

Neue 50-Euro-Scheine im Umlauf

Schwarzarbeit macht Werkverträge unwirksam – auch nachträglich

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Steuererklärung – Neuregelungen ab 2017

2017 bringt höheren Mindestlohn

Sozialleistungen 2017: Kinderzuschlag und Regelsätze der Grundsicherung steigen

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Sozialversicherung – die Werte für 2017

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1. Juli 2016: Basiszins sinkt auf -0,88 Prozent

Rekordverdächtige Rentenerhöhung zum 1. Juli 2016

Recht auf Basiskonto für alle Bürger

Negativzinsen auf Sparkonten – was ist dran?

Bausparkassen kündigen Altverträge: Die aktuelle rechtliche Lage, und was Kunden tun können

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Gesetzesänderung beim Bausparen

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