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Geld & Finanzen

Besteuerung von Investmentfonds – was sich ab 2018 ändert

Ab 2018 gelten neue Regeln für die Besteuerung von Investmentfonds. Laut Bundesregierung wird dabei alles grundlegend einfacher, zumindest für manche Anleger. Teurer werden soll es auch nicht – also alles bestens. Außer für Kleinanleger.


Ziel der Steuerreform ist eine einheitliche Besteuerung für alle Investmentfonds ab 2018. Also sozusagen ein Steuer-Grundrezept, das auf alle Investmentfonds gleichermaßen angewandt werden kann, und zudem noch möglichst einfach, sicher und privatanlegertauglich ist. Denn während sich Investmentfonds angesichts anhaltend niedriger Zinsen auch unter Privatanlegern stetig wachsender Beliebtheit erfreuen, war die Besteuerung bei bestimmten Fondsarten bislang sehr aufwendig und deshalb fehleranfällig.

Mit der Neuregelung der Investmentfonds-Besteuerung wird der Besteuerungsaufwand deshalb ab 2018 grundsätzlich auf die depotführenden Banken und teils die Investmentfonds selbst verlagert. Heißt, Privatanleger, die sich bisher selbst um die Versteuerung ihrer Fondserträge kümmern mussten, können sich diesen Aufwand ab 2018 sparen. Und dem Fiskus entgehen weniger Steuereinnahmen. Gleichzeitig werden gemäß EU-Vorgabe in- und ausländische Investmentfonds bei der Besteuerung gleich gestellt. Und so funktioniert die Investmentfonds-Besteuerung ab 2018:

Zuerst einmal: Was bleibt gleich?

Auf alle Erträge aus Investmentfonds zahlen Anleger wie gehabt die Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge) in Höhe von 25 Prozent der Erträge, plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags von 801 Euro (Ledige) bzw. 1.602 Euro (Ehepaare) sind steuerfrei.

Hier also alles wie gehabt – was sich 2018 ändert, ist die Art, wie Investmentfonds besteuert werden.

Punkt 1: Besteuerung direkt auf Fondsebene

Bislang wurden Fondserträge nur auf Anlegerebene versteuert. Je nach Fondsart hat das entweder die Depotbank für den Anleger erledigt, oder aber der Anleger war dafür selbst zuständig. Ab 2018 gibt es nun eine Versteuerung bereits auf Fondsebene. Dabei müssen Investmentfonds nun selbst auf ihre Erträge (und zwar im Wesentlichen auf inländische Dividenden, Mieterträge und Gewinne aus dem Verkauf inländischer Immobilien) Körperschaftssteuer in Höhe von 15 Prozent abführen.

Das betrifft also Aktien-, Misch- und Immobilienfonds. Das Finanzamt hat damit schonmal einen Teil seiner Steuern sicher. Das mindert aber natürlich auch die Erträge aus entsprechenden Investmentfonds für die Anleger. Die Anleger bekommen deshalb ab 2018 zum Ausgleich (um also Doppelbesteuerung zu vermeiden) eine Teilfreistellung für jegliche Erträge aus entsprechenden Fonds. Für Privatanleger bedeutet das: 30 Prozent aus Erträgen aus Aktienfonds, 15 Prozent aus Erträgen aus Mischfonds, und 60 Prozent aus Erträgen aus inländischen Immobilienfonds bzw. 80 Prozent aus Erträgen aus ausländischen Immobilienfonds müssen nicht versteuert werden.

Für andere Ertragsarten (z.B. Zinsen aus Rentenpapieren) gilt die Körperschaftssteuer nicht. Deshalb gibt es z.B. für reine Rentenfonds auch keine Teilfreistellung.

Punkt 2: Laufende Besteuerung beim Anleger bei thesaurierenden Fonds

Thesaurierende Fonds sind Investmentfonds, die ihre Erträge nicht an die Anleger ausschütten, sondern sie direkt wieder anlegen. Diese ausschüttungsgleichen Erträge müssen grundsätzlich auch versteuert werden. In Deutschland ansässige Fonds sorgen dafür in der Regel selbst. Ausländische Fonds, darunter viele der zunehmend beliebten Indexfonds (ETFs), aber nicht – hier mussten Anleger ihre Erträge bislang bei der Steuererklärung einzeln selbst per Hand deklarieren, und dabei haperte es oft.

Die Steuerreform sieht deshalb vor, dass ab 2018 alle thesaurierenden Fonds über eine jährliche Vorabpauschale besteuert werden. Und so funktioniert es:

Zunächst wird für das vergangene Jahr eine wahrscheinliche Wertsteigerung (sog. Basiswert) für die Fondsanteile des Anlegers berechnet. War die tatsächliche Wertsteigerung größer, dient dieser Basiswert als Vorabpauschale. War die tatsächliche Wertsteigerung kleiner, dient sie als Vorabpauschale; also immer der günstigere Wert. Die Vorabpauschale wird dann versteuert, mit der normalen Kapitalertragsteuer. Dabei sind zwei Details wichtig:
(1.) Auch das erledigt künftig die depotführende Bank für den Anleger.
(2.) Vorab heißt, dass die Versteuerung nach Jahresende, aber noch vor der Steuererklärung stattfindet.

Falls der Investmentfonds keine Wertsteigerung oder sogar Verlust erfahren hat, ist die Vorabpauschale gleich Null, und wird einfach nicht versteuert.

Im Zuge der Investmentfonds-Steuerreform wird die Besteuerung thesaurierender Auslandsfonds ab 2018 also definitiv einfacher. Ob es auch für alle anderen Fonds einfacher wird, ob das jetzt teurer ist als vorher, und wie sich Teilfreistellung und Vorabpauschale kombinieren lassen, klären wir im folgenden Teil: Investmentfonds-Steuerreform 2018 – was Anleger beachten sollten.

Lesen Sie weiter: Investmentfonds-Steuerreform 2018 – was Anleger beachten sollten


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ÜBERSICHT

Aktuelles rund um Geld und Finanzen

MiFID II – mehr Sicherheit bei Wertpapiergeschäften ab 2018

Überblick: Was ändert sich 2018?

Besteuerung von Investmentfonds – was sich ab 2018 ändert

Investmentfonds-Steuerreform 2018 – was Anleger beachten sollten

2018 – Aus für den 500-Euro-Schein

2018 – Rentenangleichung Ost-West geht in die Schlussphase

Sozialversicherung – die Werte für 2018

Einkommensteuer 2018 – Grundfreibetrag steigt, Kalte Progression wird bekämpft

Familie 2018 – Kindergeld und Kinderfreibetrag steigen

Betriebsrentenreform 2018

BGH-Urteil zum Pfändungsschutz von Riester-Renten bei Privatinsolvenz

EU: Mehr Sicherheit beim Online-Shopping

Höhere Bußgelder für Verkehrsverstöße

Rettungsgasse bilden – wie, wann und wo?

Weltspartag 2017

Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018 – Statistisches Bundesamt ruft zum Mitmachen auf

Abzocke am Telefon: Der "Ja"-Trick

Instant Payments – neue EU-Echtzeitüberweisung in den Startlöchern

BGH erklärt Bearbeitungsgebühren bei Unternehmerkrediten für unzulässig

1. Juli 2017: Basiszins weiter bei -0,88 Prozent

Keine Roaminggebühren mehr in der EU – von diversen Ausnahmen abgesehen

Italien verzichtet auf 1- und 2-Cent-Münzen

BGH-Urteil: Preisvergleichsportale dürfen Provisionen nicht verheimlichen

Neue 50-Euro-Scheine im Umlauf

Schwarzarbeit macht Werkverträge unwirksam – auch nachträglich

BGH-Entscheidung: Bausparkassen dürfen alte Bausparverträge kündigen

Höhere Umzugskostenpauschale ab Februar 2017

Inflationsrate 2016: Tendenz steigend

Überblick: Was ändert sich 2017?

Steuererklärung – Neuregelungen ab 2017

2017 bringt höheren Mindestlohn

Sozialleistungen 2017: Kinderzuschlag und Regelsätze der Grundsicherung steigen

Steuer 2017: Grundfreibetrag, Kindergeld und mehr

Sozialversicherung – die Werte für 2017

Darlehensgebühren auch bei Bausparverträgen unzulässig

Heute ist Weltspartag!

Oktober 2016: Neue Regeln für Verbraucher-AGB

Kontowechsel wird einfacher

Grund- und Gewerbesteuer 2015: Gemeinden verzeichnen Rekordeinnahmen

Noch über 12 Milliarden D-Mark in Umlauf

Mehr BAföG ab 1. August 2016

Alte Elektrogeräte kostenlos zurückgeben – einfachere Entsorgung von Elektroschrott

Mehr Kinderzuschlag ab Juli 2016

1. Juli 2016: Basiszins sinkt auf -0,88 Prozent

Rekordverdächtige Rentenerhöhung zum 1. Juli 2016

Recht auf Basiskonto für alle Bürger

Negativzinsen auf Sparkonten – was ist dran?

Bausparkassen kündigen Altverträge: Die aktuelle rechtliche Lage, und was Kunden tun können

Haushaltsgeräte: Häufig höherer Stromverbrauch als angegeben

Niedrigere Roaminggebühren ab 30. April 2016

Europäische Zentralbank: Leitzins sinkt auf 0,00 Prozent

Entscheidung: Gemischt genutzte Arbeitszimmer steuerlich doch nicht absetzbar

Sozialleistungen 2016: Hartz 4, Wohngeld und Kinderzuschlag steigen

Inflationsrate 2015 bei nur 0,3 Prozent

IBAN – seit Februar 2016 auch für Privatpersonen verpflichtend

KfW: Förderkredite für Effizienzhäuser verdoppelt

Post erhöht das Briefporto zum 01.01.2016

Sozialversicherung – die Werte für 2016

Gesetzesänderung beim Bausparen

Mehr Verbraucherschutz bei Dispozinsen und Immobilienkrediten

So bleibt 2015 und 2016 mehr vom Einkommen: Steuerfreibeträge und Kindergeld steigen

Mietpreisbremse: Neues Gesetz ab 1. Juni 2015 in Kraft

Roaminggebühren entfallen EU-weit ab 2017

Neuregelung zur Maklerprovision: Was Mieter künftig zahlen müssen – und was nicht

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Am 30. Oktober ist Weltspartag

Ab sofort billig tanken - Zentrale Meldestelle für Spritpreise geht an den Start

Telefonwarteschleifen ab 1. September 2012 kostenlos – teilweise

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Weltweiter Börsenrutsch?

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Mit Zinseszins zum Millionär

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