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Geld & Finanzen

Neue 50-Euro-Scheine im Umlauf

Seit Dienstag, 04. April 2017 sind die neuen 50-Euro-Banknoten in Umlauf. Sie sollen nicht nur haltbarer sein, sondern vor allem auch deutlich besser vor Fälschungen geschützt.


Mit dem neuen Fünfziger hat damit die vierte Eurobanknote eine frische Auflage erhalten; ab 2013 kamen bereits neue 5-, 10- und 20-Euro-Scheine in Umlauf. Grund für die Neuauflage der Euroscheine war die zunehmende Zahl von Fälschungen der alten Banknoten. Gerade der neue 50-Euro-Schein war deshalb mit Spannung erwartet worden, denn der alte Fünfziger war bislang mit Abstand die meistgefälschte Banknote. Alle neuen Euro-Scheine sind deshalb geradezu gespickt mit neuen modernen Sicherheitsmerkmalen, die bislang als kaum bis gar nicht fälschbar gelten – sozusagen Euro 2.0.

Welche Sicherheitsmerkmale trägt der neue 50-Euro-Schein?

Neu auf dem Fünfziger ist u.a. das Porträtfenster: Ein Bereich im Hologrammstreifen, der bei Betrachtung gegen das Licht durchscheinend wird, wobei ein Portrait der Europa wie in einem Fensterbogen erscheint. Dieser Effekt funktioniert auf der Vorder- und der Rückseite der Banknote gleichermaßen, wobei das Portrait allerdings immer nur die Vorderansicht zeigt. Das Porträtfenster findet sich auch auf der neuen 20-Euro-Banknote, die Ende 2015 erschienen ist.

Die Europa ist eine Königstochter aus den griechischen Sagen. Nach ihr ist der Kontinent Europa benannt – und die Neuauflage der Euro-Scheine: Die Europa-Serie. Entsprechend findet sich ihr Porträt an weiteren Stellen der neuen 50-Euro-Banknote, nämlich im Wasserzeichen und als Hologramm im Hologrammstreifen.

Daneben trägt der neue 50-Euro-Schein wie die zuvor neu aufgelegten Banknoten die Smaragdzahl (die kleinere Wertzahl auf der Vorderseite, die beim Kippen smaragdgrün schimmert) und einen Sicherheitsfaden mit ausgesparter Wertzahl und Euro-Symbol. Durch die deutliche Riffelung am Rand und das ertastbare Motiv der Vorderseite ist der neue Fünfziger auch für Menschen mit Sehbehinderung leichter zu erkennen und von Falschgeld zu unterscheiden. Darüber hinaus sind versteckte Merkmale eingearbeitet, die nur unter Speziallicht zu erkennen sind.

Wie geht es weiter?

Trotz aller neuen Sicherheitsmerkmale sind die neuen 50-Euro-Scheine der alten Version so ähnlich, dass die Umstellung den meisten leicht fallen dürfte. Neben der Farbe ist auch das Papier etwas kräftiger, damit die Scheine nicht so schnell verschleißen. Anhand des farbigen Randstreifens sind die neuen Scheine aber trotzdem auf den ersten Blick von den alten zu unterscheiden.

Während sie ab Dienstag, 4. April 2017 in Umlauf gehen, werden gleichzeitig die alten Fünfziger nach und nach eingezogen und ersetzt. Ihren Wert behalten die alten Scheine aber bei. Ein Verfallsdatum ist nicht vorgesehen, es kann allenfalls passieren, dass sie im Handel irgendwann nicht mehr angenommen werden und dann über die Bank umgetauscht werden müssen. Da Fälscher versuchen könnten, etwaige Restbestände nun noch schnell in Umlauf zu bringen, sollten Verbraucher bei alten Scheinen wachsam bleiben.

Nach den neuen 50-Euro-Scheinen werden voraussichtlich Ende 2018 auch der 100- und der 200-Euro-Schein eine Neuauflage erhalten. In diesem Fall beide gleichzeitig, weil die Stückzahlen hier nicht so hoch sind. Damit ist die Europa-Serie der Euro-Banknoten dann bereits komplett – der 500-Euro-Schein soll nicht neu aufgelegt werden.

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