Sparbuch – der Klassiker
Das Sparbuch ist die wohl klassischste und immer noch weit verbreitete Form der Geldanlage. Auf einem Sparbuch ist Ihr Geld sicher, bringt aber kaum Ertrag.
Ein Sparbuch gehört immer zu einem Sparkonto, das bei einer Bank oder Sparkasse eröffnet wird. Die Laufzeit ist unbefristet und es gibt keine Mindesteinlage. Auf dem Sparbuch werden alle Geldbewegungen auf dem Sparkonto dokumentiert. Außerdem stellt das Sparbuch eine Urkunde dar, die seinen Besitzer berechtigt, sein eingezahltes Geld samt Zinsen wieder ausgezahlt zu bekommen. Einzahlungen sind auf dem Sparbuch jederzeit in beliebiger Höhe möglich.
Die Liquidität von Sparbüchern ist begrenzt: Bis zu 2.000 Euro im Monat können meist unmittelbar abgehoben werden. Höhere Beträge müssen drei Monate im Voraus gekündigt werden. Die gleiche Kündigungsfrist gilt, wenn das Sparbuch aufgelöst werden soll. Im Bedarfsfall kann der Besitzer auch mehr als 2.000 Euro im Monat abheben, ohne den Betrag zu kündigen. Für den Überbetrag muss er seiner Bank dann aber Vorschusszinsen zahlen, die regelmäßig ein Viertel der Guthabenzinsen ausmachen.
Als Ertrag bringt das Sparbuch Zinsen, die die Bank auf das Sparguthaben zahlt. Die Zinsen liegen, je nach Höhe der Spareinlagen, meist zwischen 0,5 und 2 Prozent. Derzeit (2012) bewegen sie sich scharf an der Untergrenze, teils sogar darunter, und damit deutlich unter der Inflationsrate. Die Gutschrift erfolgt meist einmal jährlich zum Jahresende. Zudem müssen die Zinsen als Kapitalerträge versteuert werden. Die Rendite ist also sehr gering.
Dafür sind Sparbücher eine ausgesprochen sichere Geldanlageform. Sparbuchguthaben sind, wie alle Bankeinlagen, umfassend abgesichert. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Bankguthaben bis zu 100.000 Euro pro Person. Die Bankverbände sichern Einlagen aber noch weit darüber hinaus, über Einlagensicherungsfonds und Institutssicherung. Effektiv sind damit Guthaben bis mindestens 1,5 Millionen Euro pro Person geschützt, abhängig vom Eigenkapital der Bank auch weit höher. Sparkassen und Genossenschaftsbanken garantieren für die Einlagen ihrer Kunden sogar in unbegrenzter Höhe.
Auch wenn das Sparbuch als traditionelle Geldanlage nach wie vor sehr beliebt ist und ein Maximum an Sicherheit gewährt, ist es durch Kündigungsfrist und schlechte Zinslage anderen Geldanlageprodukten unterlegen.
Das Sparbuch im Überblick:
- Sicherheit – höchstmöglich, durch Einlagensicherung deutscher Kreditinstitute.
- Liquidität – mittelfristig, zur Not auch kurzfristig, aber mit Strafzinsen.
- Rentabilität – sehr gering, derzeit minimale Zinsen weit unter der Inflationsrate.
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Sparbuch-Rechner für unregelmäßige EinzahlungenDer Sparbuch-Rechner erlaubt die Berechnung von Guthaben und Zinsen über einen längeren Zeitraum für regelmäßige und unregelmäßige Einzahlungen sowie für variable Zinssätze. |
Sparrechner für regelmäßige SparratenDer Sparrechner ermittelt für Banksparpläne wahlweise Endkapital, Sparrate, Dynamik, Zinssatz, Laufzeit oder Anfangskapital bei wählbaren Intervallen für Einzahlung und Zinsgutschrift. Der Rechner legt eine unterjährig lineare Verzinsung zu Grunde. |
ZinseszinstabelleDie Zinseszinstabelle bietet den direkten Vergleich der Guthabenentwicklung bei verschiedenen Zinssätzen und Laufzeiten. |
Tipps für die richtige Geldanlage
Sparbuch – der Klassiker
Zuwachssparen – steigende Zinsen
Sparplan – regelmäßige Sparrate
Prämiensparen – Sparplan mit Prämienbonus
Gold in physischer Form – Goldbarren und Goldmünzen
Weitere Edelmetalle – Silber, Platin, Palladium
Bundeswertpapiere – Wertpapiere des Bundes
Staatsanleihen – Staaten Geld leihen
Unternehmensanleihen – Unternehmen Geld leihen
Aktien – Anteilseigner von Unternehmen sein
Aktien – in der Ruhe liegt der Gewinn
Aktienanleihen – hohe Zinsen mit hohem Risiko
Offene Investmentfonds – ausgewogen anlegen
Fondssparplan – regelmäßig investieren
Geschlossene Fonds wie Schiffsfonds und Immobilienfonds
Geschlossene Fonds – Goldgrube oder Geldgrab
Per Bausparvertrag zum Traum vom eigenen Haus
Bausparen – sicher, aber nicht ganz billig
Kapitalbildende Lebensversicherung
Immobilien – vermieten oder eigenes Heim?
Sachwertanlagen – materielle Güter
Sachwerte – spekulative Wertanlagen für Liebhaber
Alternative Investmentfonds (AIF)

