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Kapital richtig anlegen

Unternehmensanleihen – Unternehmen Geld leihen

Spätestens seit der Griechenland-Krise ist das Vertrauen vieler Anleger in die Staatspapiere gesunken. Eine gute Alternative sind Unternehmensanleihen.


Unternehmensanleihen werden auch als Corporate Bonds oder kurz Corporates bezeichnet. Vor allem große, aber auch immer mehr mittelständische Konzerne geben Unternehmensanleihen aus. Sie leihen sich so Geld am Kapitalmarkt, und das zu wesentlich günstigeren Konditionen als sie es bei Banken könnten.

Da Unternehmensanleihen meist großen Investitionen dienen, werden sie in entsprechendem Umfang aufgelegt, und in kleinen Stückelungen ausgegeben. Beispielsweise kann ein Konzern Anleihen im Gesamtwert von 100 Millionen Euro in Stückelungen zu je 500 Euro Nennwert ausgeben. Das erlaubt es einem großen Anlegerkreis, zu investieren.

Der Handel mit Unternehmensanleihen läuft über die Börse. Anleger können Anleihen in- wie ausländischer Unternehmen jederzeit kaufen und wieder verkaufen, was Unternehmensanleihen als Geldanlage recht liquide macht. Die Anleger betätigen sich damit als Kreditgeber für das jeweilige Unternehmen.

Renditechancen

Im Gegenzug erhalten die Anleger vom Unternehmen über die Laufzeit hinweg Zinsen. Deren Höhe richtet sich nach der Marktsituation und der Wirtschaftslage des Unternehmens. Am Ende der Laufzeit zahlt das Unternehmen den Anlegern, die die Anleihe gerade halten, den vollen Nennwert zurück.

Daraus ergeben sich weitere Gewinnchancen über den Börsenhandel. Der Börsenkurs von Unternehmensanleihen kann von ihrem Nennwert beträchtlich abweichen. Wer zu einem günstigen Kurs kauft und zu einem höheren Kurs wieder verkauft, oder unter Nennwert kauft und bis zur Fälligkeit wartet, kann neben den Zinsen auch Kursgewinne einfahren.

Risikofreudige Anleger können zudem in Fremdwährungsanleihen investieren. Die notieren nicht in Euro, sondern einer anderen Währung, beispielsweise Dollar. Ändert sich der Wechselkurs zwischen der eigenen und der fremden Währung, kann das den Gewinn zusätzlich erhöhen – andersherum allerdings auch senken.

Risiken und Kosten

Bei allen Gewinnchancen bergen Unternehmensanleihen entsprechend auch Risiken. Allen voran das Emittentenrisiko: Steuert das Unternehmen in die Pleite, können nicht nur die Zinszahlungen ausfallen, sondern auch die Rückzahlung – teilweise oder sogar vollständig, was einem Verlust der Geldanlage gleichkäme.

Damit Anleger rechtzeitig gewarnt sind, prüfen Ratingenturen regelmäßig die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und vergeben Bonitätsnoten (Ratings). Je höher das Rating eines Unternehmens, desto sicherer sind seine Unternehmensanleihen – desto niedriger aber auch die Zinsen. Bei schlechter Bonität müssen Unternehmen dagegen hohe Zinsen bieten. Top-Zinsen gehen daher immer mit hohem Risiko einher.

Die Börse bringt das übliche Kursrisiko mit sich. Fallen die Börsenkurse, können Unternehmensanleihen auch Verluste einfahren. Das tun sie beispielsweise, wenn sich das Rating verschlechtert oder das Unternehmen besser verzinste Anleihen ausgibt. Dieses Zinsänderungsrisiko ist besonders in Niedrigzinsphasen sehr relevant.

Auch die Kosten sollten bedacht werden. Für Unternehmensanleihen brauchen Anleger ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder Sparkasse. Das ist in der Regel kostenpflichtig. Für die Börsengeschäfte selbst verlangen die Kreditinstitute Provision. Und wer Fremdwährungsanleihen kauft, muss zusätzlich Wechselkosten berücksichtigen.

Unternehmensanleihen im Überblick

  • Sicherheit – Abhängig von Entwicklung des Unternehmens. Emittentenrisiko, Kursrisiko einschließlich Zinsänderungsrisiko, bei Fremdwährungsanleihen zusätzlich Fremdwährungsrisiko.
  • Liquidität – Kauf und Wiederverkauf über Börse jederzeit möglich.
  • Rentabilität – Renditechancen aus Zinsen und Kursgewinnen, ggf. Währungsgewinne bei Fremdwährungsanleihen. Sichere Unternehmensanleihen bringen meist niedrige Renditen, Anleihen mit hohen Renditechancen sind riskant.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserer separaten Artikelserie zu Anleihen, Bonds, Renten.

Lesen Sie weiter: Aktien – Anteilseigner von Unternehmen sein


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