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Staatsanleihen – Staaten Geld leihen

Staatsanleihen sind verzinsliche Wertpapiere, die von verschiedenen Ländern ausgegebenen werden. Neben regelmäßigen Zinszahlungen können Anleger auch von Kursgewinnen an der Börse profitieren.


Viele, wenn auch nicht alle, Länder geben Staatsanleihen aus. Für Regierungen sind Staatsanleihen ein probates Mittel, sich Geld zu leihen, um Löcher im Staatshaushalt zu stopfen. Die hierzulande bekanntesten sind die Bundeswertpapiere der Bundesrepublik Deutschland.

Die meisten Staatsanleihen werden an der Börse gehandelt. Hier können Anleger sie kaufen und auch wieder verkaufen. Der Handel erfolgt nach ihrem Nennwert, man kauft also beispielsweise Staatsanleihen im Wert von 5.000 Euro. Die Börsenkurse werden meist in Prozent des Nennwertes notiert. Entsprechend können sie über oder unter dem Nennwert liegen.

Die Anleger betätigen sich damit als Kreditgeber für den emittierenden Staat. Dafür zahlt der Staat Zinsen, und am Ende der Laufzeit den vollen Nennwert zurück. Zinsen und Laufzeiten legt der Staat bei der Emission selbst fest. Die Zinsen gelten meist fest über die gesamte Laufzeit, es gibt aber auch Staatsanleihen mit variablem Zins. Die Laufzeiten liegen meist zwischen einem und 15 Jahren, wobei auch kürzer und länger laufende Staatsanleihen ausgegeben werden.

Staatsanleihen bieten regelmäßige Zinsen und die Chance auf Kurssteigerungen an der Börse.

Wer in Staatsanleihen investiert, hat zum einen Aussicht auf einen gewinnbringenden Wiederverkauf an der Börse, wenn die Kurse während der Laufzeit steigen. Zum anderen erhält er in der Zeit, in der er die Staatsanleihen hält, regelmäßig die Zinsen ausgezahlt.

Im Finanzjargon werden solche regelmäßigen Zahlungen als "Renten" bezeichnet (auch wenn es sich dabei nicht um Altersgehalt handelt). Deshalb nennt man Staatsanleihen auch Renten-Papiere. Weitere Bezeichnungen sind Obligationen oder Bonds.

Die Höhe der Zinsen richtet sich nach der Laufzeit und nach der Kreditwürdigkeit des herausgebenden Staates. Staaten mit hoher Bonität können ihre Anleihen zu sehr niedrigen Zinsen anbieten. Hier können Anleger auf Sicherheit setzen, müssen aber Abstriche bei der Rendite machen. Je geringer die Bonität, desto höhere Zinsen muss ein Staat bieten. Das eröffnet Anlegern lukrative Renditechancen, birgt aber auch Risiken.

Staatsanleihen im Überblick

  • Sicherheit – diverse Risiken: Zahlungsausfallrisiko bei Staatspleite, Kursrisiko durch Börsenhandel, Währungsrisiko bei Fremdwährungsanleihen.
  • Liquidität – jederzeit liquidisierbar, in der Regel aber mittel- bis langfristige Geldanlage.
  • Rentabilität – Zinsen und Chance auf Kursgewinne, beides je nach Risikobereitschaft des Anlegers.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserer separaten Artikelserie zu Anleihen, Bonds, Renten.

Lesen Sie weiter: Unternehmensanleihen – Unternehmen Geld leihen


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Dieser Artikel ist folgenden thematischen Stichworten zugeordnet:
Geldanlage - Sparen - Tagesgeld - Festgeld - Zinseszins - Rendite - Vorsorge - Steuer