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Kapital richtig anlegen

Geschlossene Fonds – Goldgrube oder Geldgrab

Geschlossene Fonds locken mit der Aussicht auf hohe Renditen. Damit sind aber auch hohe Risiken verbunden. Goldgrube oder Geldgrab – beides ist möglich.


Die gute Nachricht zuerst: Sie brauchen nicht die Katze im Sack zu kaufen. Geschlossene Fonds sind sehr transparent, Anleger können sich vor einer Investition anhand der Prospekte der Fondsgesellschaft genau über die Bedingungen informieren. Das sollten Sie auch unbedingt tun, denn die möglichen Risiken sind hoch.

Da geschlossene Fonds meist in Einzelprojekte investieren, beispielsweise ein Einkaufscenter, gibt es wenig bis gar keine Risikostreuung, Sie setzen Ihr Anlagekapital auf ein einziges Pferd. Läuft das Projekt schlecht, drohen Anlegern hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Einen verpflichtenden Insolvenzschutz wie bei offenen Investmentfonds gibt es bei der geschlossenen Form nicht.

Als Anleger sind Sie zudem nicht nur Mitunternehmer, sondern gleichzeitig Teilhafter der Fondsgesellschaft. Sie haften wenigstens mit Ihrer vollen Anlagensumme (bei einer GmbH & Co. KG), unter Umständen sogar mit Ihrem kompletten Privatvermögen, falls die Fondsgesellschaft als GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) konzipiert ist. Wird die Fondsgesellschaft sanierungsbedürftig, können Sie zu Nachzahlungen verpflichtet werden.

Geschlossene Fonds sind meist langfristige Investitionen.

Viele geschlossene Fonds haben Laufzeiten zwischen 10 und 25 Jahren. So lange sind Anleger in der Regel auch an den Fonds gebunden, denn ein vorzeitiger Ausstieg durch Rückverkauf und Auszahlung der Fondsanteile ist nicht möglich. Sie können Ihre Fondsanteile allenfalls über einen Zweitmarkt weiter verkaufen, falls sich ein Abnehmer findet und der Fondsbetreiber sein Einverständnis gibt.

Auch wenn die Renditechancen noch so verlockend sind, sollten Anleger nicht mehr als etwa zehn Prozent ihres Vermögens in einen geschlossenen Fonds stecken. Für Anleger mit kleinem oder mittlerem Vermögen empfehlen sich geschlossene Fonds daher schon wegen der vergleichsweise hohen Mindestanlagesummen nicht.

Wer über ein größeres Vermögen verfügt, kann hier hingegen mit einem kleinen Vermögensteil sein Glück wagen (eine Portion Risikofreunde vorausgesetzt). Wenn Sie über einiges Fachwissen in der Branche ihres Fonds verfügen, hilft Ihnen das dabei, Ihre Chancen realistisch einzuschätzen.

Geschlossene Investmentfonds stehen seit 2013 als so genannte Alternative Investmentfonds (AIF) zum Schutz von Anlegern und Finanzmärkten unter besserer gesetzlicher Regulation. Hier erfahren Sie Näheres über Alternative Investmentfonds und wie sie reguliert werden.

Geschlossene Fonds im Überblick

  • Sicherheit – gering. Wenig bis keine Risikostreuung, Totalverlust möglich. Anleger sind gleichzeitig Teilhafter der Fondsgesellschaft.
  • Rendite – Chance auf hohe Renditen. Direkte Gewinnbeteiligung am Fondsunternehmen.
  • Liquidität – gering. Lange Laufzeiten ohne vorzeitige Rückgabemöglichkeit der Fondsanteile. Verkauf von Fondsanteilen am Zweitmarkt möglich.

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