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Kapital richtig anlegen

Bundeswertpapiere – Wertpapiere des Bundes

Bundeswertpapiere liefern zwar magere Rendite, dafür aber höchste Sicherheit. Ab 2013 ändert sich das Angebot.


Bundeswertpapiere ermöglichen sowohl Privatanlegern als auch Großinvestoren Geld beim Staat anzulegen. Dieser braucht laufend Kapital, um seinen Haushalt aufzustocken. Anleger leihen dem Staat also praktisch Geld – dafür erhalten sie Zinsen und die garantierte Sicherheit ihres angelegten Kapitals.

Der Staat bietet eine große Auswahl verschiedener Bundeswertpapiere an:

Die Tagesanleihe gewährt schnellen Zugang zum angelegten Geld und läuft so lange, bis der Anleger sie kündigt. Finanzierungsschätze laufen nur ein oder zwei Jahre, Bundesschatzbriefe hingegen sechs oder sieben, wobei letztere nach nur einem Jahr schon Teilentnahmen erlauben.

Diese drei Bundeswertpapiere können direkt über die Finanzagentur (die die Bundesschulden verwaltet) gekauft werden – allerdings nur noch bis Ende 2012. Ab 2013 verschiebt sich das Angebot in Richtung Börse:

Bundesschatzanweisungen laufen zwei Jahre. Sie werden an der Börse gehandelt und können daher jederzeit ge- und wieder verkauft werden. Gleiches gilt für die 5 Jahre laufenden Bundesobligationen sowie für Bundesanleihen, mit 10 bis 30 Jahren die Langläufer unter den Bundeswertpapieren.

Börsengehandelte Bundeswertpapiere werden regelmäßig in großen Serien ausgegeben und können, solange im Umlauf, über Banken und Sparkassen erworben werden.

Die Zinsen richten sich nach der Laufzeit: Je länger, desto höher sind die Zinsen. Hohe Renditen winken dabei allerdings nicht, die Zinsen liegen noch unter dem, was Banken bieten. Zudem haben auch die Bundeswertpapiere erheblich unter dem Zinsverfall der Eurokrise gelitten, sodass aktuelle Auflagen mit extrem niedrigen Zinsen daher kommen.

Börsengehandelte Bundeswertpapiere bieten neben Zinsen auch Aussicht auf Kursgewinne. Für bestmögliche Gewinne empfiehlt die Finanzagentur einen Kauf möglichst bald nach Emission, solange die Kurse noch nahe 100 liegen. Sonderlich hohe Kursgewinne sind bei den derzeitigen Niedrigzinsen allerdings nicht zu erwarten.

Dafür können Kosten anfallen: Die Kreditinstitute erheben für den An- und Verkauf der börsengehandelten Bundeswertpapiere Gebühren. Zudem können nur ältere Bundeswertpapierserien, die bis Mitte 2012 begeben wurden, noch kostenlos bei der Finanzagentur verwahrt werden. Für alle neueren Serien müssen Anleger auf die (meist kostenpflichtigen) Depots von Banken oder Sparkassen zurück greifen. Einige Direktbanken bieten aber auch kostenlose Wertpapierdepots an.

Zum Ausgleich für die mageren Renditen bieten Bundeswertpapiere allerdings höchste Sicherheit. Die Bundesrepublik Deutschland gilt als ausnehmend zuverlässiger Schuldner. Das angelegte Kapital ist umfangreich abgesichert, sodass ein Zahlungsausfall praktisch ausgeschlossen ist.

Auch das Kursrisiko börsengehandelter Bundeswertpapiere ist begrenzt. Denn der Bund zahlt bei Fälligkeit seiner Bundeswertpapiere generell den vollen Nennwert an den Inhaber zurück – was genau einem Börsenkurs von 100 entspricht. So sind gewisse Kursverluste zwar möglich, Totalausfälle aber ausgeschlossen. Wer von vornherein eine kalkulierbare Rendite ohne jedes Risiko möchte, kann einfach an der Börse kaufen und bis zur Fälligkeit halten.

Bundeswertpapiere im Überblick

  • Sicherheit – top. Zahlungsausfall ausgeschlossen, begrenztes Kursrisiko bei Börsenhandel.
  • Liquidität – unterschiedlich, je nach Art des Bundeswertpapiers und Anlageverhalten des Anlegers.
  • Rentabilität – magere Zinsen, gewisse Chancen auf Kursgewinne.

Nähere Informationen über die verschiedenen Bundeswertpapiere und was sich ab 2013 alles ändert finden Sie auf unserer Infoseite Bundeswertpapiere.

Lesen Sie weiter: Staatsanleihen – Staaten Geld leihen


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