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Kapital richtig anlegen

Bausparen – sicher, aber nicht ganz billig

Langfristig etwas zurücklegen, dann ein günstiges Darlehen für das eigene Haus – Bausparen ist nach wie vor beliebt. So ganz ohne Nachteile ist es dennoch nicht.


Punkt eins: Das Timing. Nachdem Sie Ihren Eigenanteil der Bausparsumme angespart haben, erhalten Sie von der Bausparkasse den Restbetrag als Darlehen. Wann genau das Darlehen zugeteilt wird, ist allerdings unsicher. Das hängt von der Liquidität der Bausparkasse ab, und kann nach Abschluss der Ansparphase durchaus einige Monate dauern. Hier müssen Sie beim Bausparen zeitlich flexibel sein, oder andernfalls auf teurere Zwischenfinanzierungen ausweichen.

Punkt zwei: Die Kosten. Neben einer einmaligen Abschlussgebühr von meist einem Prozent der Bausparsumme und gegebenenfalls Kontoführungsgebühren ist bei Auszahlung des Darlehens oft noch eine zusätzliche Gebühr(*) von ein bis drei Prozent der Bausparsumme fällig. Das Darlehen muss beim Bausparen in der Regel mit einer Risikolebensversicherung abgesichert werden, was weitere Kosten verursacht.

Hinzu kommen trotz niedriger Darlehenszinsen hohe Tilgungsraten, denn die Bausparkassen wollen ihr Geld meist möglichst schnell wieder haben. Die Tilgung läuft dadurch schneller als bei einem Bankkredit, die monatliche Belastung ist aber höher. Bausparer sollten daher im Vorhinein überlegen, ob sie die monatlichen Tilgungsraten stemmen können.

Bausparen lohnt nur im Gesamtpaket

Nicht immer führt Bausparen außerdem zum günstigsten Darlehen. Aktuell bieten reguläre Bankkredite mitunter bessere Konditionen, weil die Marktzinsen extrem niedrig sind. Alternativ können Sie auch auf das Bauspardarlehen verzichten und nur Ihren Eigensparanteil nutzen. Oft erhalten Sie dann noch einen extra Zinsbonus.

Falls Sie auf das Darlehen verzichten, steht es Ihnen auch frei, den Eigensparanteil zweckungebunden zu verwenden, beispielsweise für einen Autokauf. In diesem Fall ist lediglich die Wohnungsbauprämie zurück zu zahlen. Aus diesem Grund nutzen manche Sparer ihre Bausparverträge als reine Geldanlage. Rentabel ist das allerdings nicht, dafür sind die Kosten beim Bausparen in der Regel zu hoch, und die Zinsen zu niedrig.

Unterm Strich lohnt sich Bausparen nur im Gesamtpaket als langfristige zweckgebundene Investition, für weit vorausplanende Anleger, so weit dies heutzutage noch möglich ist. Wer früh anfängt zu sparen, kann sich innerhalb von fünf bis zehn Jahren, wenn er sicher im Berufsleben steht und eine eigene Familie gegründet hat, das Grundkapital für die eigenen vier Wände sichern – mit der Option, ein günstigeres Darlehen zu nutzen, wenn es sich bietet.

(*) +++ Update +++

Im November 2016 hat der Bundesgerichtshof pauschale Darlehensgebühren in Bausparverträgen zwischen einer Bausparkasse und einem Verbraucher als unwirksam erklärt. Von diesem Urteil betroffen sind feste Darlehensgebühren, die die Bausparkassen zeitweilig bei der Auszahlung des Bauspardarlehens "formularmäßig" zusätzlich zur Darlehenssumme verlangten.

Mit diesem Urteil folgt der BGH seinem Grundsatzurteil von 2014, in dem bereits pauschale Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten als unzulässig erklärt wurden. Nicht vom Urteil betroffen sind dagegen Abschlussgebühren von Bausparverträgen selbst, und ein sog. Aufgeld oder Agio, das manche Bausparkassen (die dieses Urteil bereits erwartet hatten) nun anstelle der Darlehensgebühr verlangen.

Bausparen im Überblick

  • Sicherheit – sehr hoch, Kundengelder sind umfangreich abgesichert.
  • Rentabilität – mäßig. Als reine Sparform ungeeignet, geeignet dagegen zum langfristigen zielgerichteten Sparen auf Wohneigentum.
  • Liquidität – ordentlich. Während Sparphase binnen dreimonatiger Frist kündbar, außerdem beleihbar und ruhfähig.

Lesen Sie weiter: Kapitalbildende Lebensversicherung


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